Ein Beitrag zum FAZ-Feuilletonpreis 2026 von Tim Jacobsen
Der Blick in den Nachthimmel ein Blick in die Unendlichkeit. Das Firmament ewiger Begleiter.
Hätten wir unendlich viel Zeit, könnten wir der Endlichkeit der Anzahl Sterne auf den Grund gehen.
Die von uns gebildeten Sinnzusammenhänge Ausdruck der Unbegreifbarkeit. Fast ist es, als gäbe es mindestens so viele Sternbilder wie Sterne selbst.
Das Bemühen des Schulunterrichts, eine möglichst uniforme Handhabung der paarundzwanzig Buchstaben festzuzurren, hinterlässt Spuren.
Dennoch suchen die großen Erzählungen im Versuch, den Nachthimmel einzuordnen genauso wie die Füllfedern der Idötzchen nach individuellem Ausdruck.
Und ähnlich wie Buchstaben ihre eigenen Silben formen, mischt sich die Farbenpalette aus einer Handvoll Grundfarben von selbst.
Spannend wird es an dem Punkt, an dem vermeintliche Grenzen überschritten werden, und scheinbar Unvereinbares vereinbar wird.
Kunst und Kulinarik haben mehr als nur die Alliteration gemein: je mehr wir im Austausch sind, umso mehr fließt zusammen.
Aber nicht, um einen universellen Buchstabensalat oder ein breiartiges Einheitsgrau zu erschaffen, sondern etwas Neues.
Der Rest ist Marketing. Und heißt dann vielleicht auch Nationalstolz.
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